Fragen & Antworten

Arbeitgeber- oder Arbeitnehmervertretung

«Wer gilt eigentlich als Arbeitgeber- oder Arbeitnehmervertretung?»

Immer wieder wird uns - insbesondere im Zusammenhang mit der Delegiertenversammlung - diese Frage gestellt. Die berufliche Vorsorge ist zwar sehr detailliert geregelt, aber ausgerechnet zu dieser Frage äussern sich weder das BVG noch seine Verordnungen explizit. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat sich dafür ausgesprochen, dass das Unterscheidungskriterium des Organs bzw. der Hilfsperson gemäss Zivilrecht sinnvoll ist. Letztlich ist also auf die Funktion in der Institution abzustellen. Personen, die für die grundsätzlichen Entscheide verantwortlich sind, können nicht als Arbeitnehmervertreter betrachtet werden. Dies trifft sicherlich auf Personen zu, die auf Gemeindeebene der Exekutive oder dem obersten Kader bzw. in Institutionen dem Verwaltungsrat oder der Geschäftsleitung angehören. Diese Personen gelten als Arbeitgebervertreter.

«Wie wird die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung bestimmt?»

Arbeitgebervertreter, sind wie schon der Name sagt, durch den Arbeitgeber zu bestimmen. Die Arbeitnehmervertreter dürfen dagegen nicht durch den Arbeitgeber bestimmt werden, sondern sind durch die Arbeitnehmenden zu beauftragen. Je nach Grösse und Struktur des Arbeitgebers sind dafür angemessene Wahlverfahren festzulegen. Bei privaten Betrieben ist überdies das Mitwirkungsgesetz vom 17. Dezember 1993 zu beachten.

Barauszahlung

«Ich ziehe ins Ausland. Ist die Barauszahlung des obligatorischen Teils möglich?»

  • Ja, wenn Sie die Schweiz definitiv verlassen und in einen NICHT-EU- | NICHT-EFTA-Staat auswandern oder;
  • Wenn Sie in einen EU- | EFTA-Staat (z.B. Rumänien und Bulgarien) auswandern und nicht der Sozialversicherung unterliegen;
  • Für weitere Abklärungen wenden Sie sich an den Sicherheitsfonds BVG, wo Sie auch entsprechende Merkblätter und Formulare finden.

«Ich möchte mich selbständig machen. Wie muss ich vorgehen, damit ich mein Geld aus der Pensionskasse beziehen kann?»

Sie finden das Formular «Antrag auf Barauszahlung bei Austritt» auf unserer Homepage, welches Sie und Ihre Partner|-in gemeinsam unterzeichnen müssen. Wir benötigen von der AHV Ausgleichskasse eine Bestätigung, dass Sie den Status als «Selbständigerwerbende|r» innehaben. Sie müssen als Selbständigerwerbende|r im Hauptberuf tätig sein. Eine Selbständigkeit im Nebenberuf hätte keine Barauszahlung zur Folge. Zudem dürfen Sie als Selbständigerwerbende|r nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstehen. Im Weiteren benötigen wir die Verfügung der AHV über Ihre persönlichen Beiträge als Selbständigerwerbender.

Deckungsgrad

«Wo finde ich auf der Homepage den aktuellen Deckungsgrad der Comunitas?»

Diesen finden Sie unter Anlagen | Aktuelle Kennzahlen | Deckungsgrad

Einkauf von Vorsorgeleistungen

«Ich habe ein 3a-Konto. Kann ich trotzdem noch Einkäufe tätigen?»

Ja, sofern Sie gemäss Vorsorgeausweis unter den allgemeinen Informationen «maximaler freiwilliger Einkauf» eine Einkaufssumme haben.

«Gibt es einen Minimalbetrag für einen freiwilligen Einkauf?»

Nein, gibt es nicht. Aus steuerlichen Gründen macht es aber Sinn, an Stelle eines einmaligen hohen Einkaufsbetrages diesen auf mehrere Jahre zu verteilen.

Fragen zu Formularen

«Ich wechsle meinen Arbeitgeber. Wie kann ich mein PK-Geld an die neue Pensionskasse überweisen?»

Auf dem Formular «Meldung eines Austritts», welches der Arbeitgeber uns einreichen muss, können Sie bereits die Zahlungsverbindung für Ihre neue Pensionskasse mitteilen. Wurde nichts angegeben, holen wir die Angaben direkt bei Ihnen ein. D.h. dass Sie von uns ein entsprechendes Schreiben erhalten. Anschliessend werden wir termingerecht die Freizügigkeitsleistung an die neue Pensionskasse überweisen.

«Mein Arbeitgeber möchte den Austritt per 30.xx.20yy bereits heute melden. Ich möchte aber den neuen Arbeitgeber nicht mitteilen. Was kann ich tun?»

Sie müssen den neuen Arbeitgeber nicht mitteilen, sondern dem bisherigen Arbeitgeber lediglich mitteilen, dass Comunitas die Angaben direkt bei Ihnen einholt.

Freiwilliger Einkauf

«Ich löse mein 3a-Konto auf. Kann ich dieses Geld in die Pensionskasse einbringen?»

Ja, dies ist möglich. Erkundigen Sie sich vorgängig bei der Steuerbehörde wie sie den Übertrag steuerlich beurteilt. Die meisten Kantone betrachten den Übertrag als steuerneutral.

«Was geschieht mit dem Einkauf, wenn ich während meines «Berufslebens» sterbe?»

Der Einkaufsbetrag ist im aktuellen Altersguthaben enthalten. Er wird also bei der Ausrichtung des Todesfallkapitals ausgerichtet und ist auch Bestandteil bei der späteren Altersehe- oder Alterslebenspartnerrente, da diese von der Höhe der zukünftigen Altersrente abhängig ist.

Freizügigkeitsleistung | -konto

«Ich als versicherte Person oder als ehemalige|r Versicherte|r «suche» meine Freizügigkeitsleistung. Wie kann ich diese finden?»

Erkundigen Sie sich zuerst bei Ihrer letzten Pensionskasse. Im Weitern kann Ihnen die Zentralstelle 2. Säule weiterhelfen.

«Muss meine Freizügigkeitsleistung in die Comunitas eingebracht werden?»

Ja. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben müssen Sie die Austrittsleistung der ehemaligen Pensionskasse einbringen. Bestehen noch Guthaben bei Freizügigkeitseinrichtungen, so müssen auch diese in die neue Pensionskasse überwiesen werden.

«Was passiert mit meinem Pensionskassengeld, wenn ich arbeitslos werde?»

Wenn Sie Ihre Stelle verlieren und Sie unter 58-jährig sind, wird Ihr Pensionskassenguthaben auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen. Wenn Sie über 58-jährig sind, erfolgt die Pensionierung oder falls Sie sich bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet haben, können Sie Ihr Pensionskassengeld ebenfalls auf ein Freizügigkeitskonto überweisen lassen.

Unter gewissen Umständen kann auch ein Übertritt in die Einzelversicherung überprüft werden, dies unter der Voraussetzung, dass

  • Sie während mindestens 5 Jahren bei der Comunitas versichert waren und bereits das 50. Altersjahr vollendet haben und das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen beendet wurde, oder
  • wenn Ihr Arbeitsverhältnis 2 Jahre vor dem frühestmöglichen reglementarischen Pensionierungsalter ganz oder teilweise aufgelöst wird und kein Übertritt in eine neue Vorsorgeeinrichtung erfolgt.

Kontakt

«Wer ist Ansprechpartner|-in in Fragen zur beruflichen Vorsorge?»

Auf sämtlichen Ihnen zugestellten Briefen finden Sie Ihre Kontaktperson oben rechts mit Name, E-Mail-Adresse und Telefon-Nr. aufgeführt.

«Wir gründen eine Privatschule und brauchen eine Pensionskasse. Sie haben doch viele Schulen versichert. Ich hätte gerne mehr Informationen zur Comunitas.»

Um einen ersten Eindruck über die Comunitas zu gewinnen, finden Sie viele wertvolle und interessante Informationen auf unserer Homepage. Da wir über einen eigenen Kundendienst verfügen, steht Ihnen dieser für sämtliche Informationen und Offerten für eine massgeschneiderte Pensionskassenlösung persönlich zur Verfügung. Nehmen Sie doch noch heute per E-Mail oder telefonisch Kontakt mit dem Kundendienst auf.

Pensionierung

«Was muss ich bei der Pensionierung tun?»

Die Meldung muss uns durch den Arbeitgeber mittels Formular «Meldung einer Pensionierung» mitgeteilt werden. Auf dem Formular müssen auch Sie als Arbeitnehmer unterschreiben.

«Meldung Kapitalbezug bei Pensionierung?»

Der «Antrag auf Kapitalbezug bei Pensionierung» muss durch Sie spätestens 3 Monate vor der Pensionierung eingereicht werden. Der Antrag muss von Ihnen und auch von Ihrer|-m Partner|-in unterzeichnet werden. Ab CHF 250'000 ist zudem eine amtliche Beglaubigung der Unterschrift zwingend.

Rentenbeziehende

«Wann erhalte ich meinen Steuerausweis?»

Die Rentenbescheinigung für die Steuererklärung wird Ihnen im Doppel automatisch Ende Jahr (sobald die Dezember-Rentenzahlungen erfolgt sind) zugestellt.

«Wird meine Altersrente an die Teuerung angepasst?»

Der Stiftungsrat entscheidet jährlich, ob und in welchem Ausmass die Renten angepasst werden. Die entsprechende Mitteilung wird jeweils im «Comunique» publiziert.

«Ich möchte nach der Pensionierung ins Ausland auswandern. Bekomme ich meine Rente auch im Ausland?»

Die Rente kann auch auf ein Konto im Ausland ausbezahlt werden. Es muss einzig abgeklärt werden, ob von der Rente direkt ein Quellensteuerabzug erfolgt.

Risiko- | Sparbeiträge

«Was ist der Unterschied zwischen Risiko- und Sparbeiträgen?»

  • Risikobeiträge sind für die Risiken Tod und Invalidität vorgesehen
  • Sparbeiträge sind für das Alter vorgesehen; diese bilden das Altersguthaben

Scheidung

«Ich werde demnächst scheiden. Was muss ich meiner Frau überweisen?»

Bei einer Scheidung wird die während der Ehe erworbene Freizügigkeitsleistung berechnet. Das Gericht teilt der Pensionskasse den zu übertragenden Betrag mit den nötigen Angaben über die Erhaltung des Vorsorgeschutzes von Amtes wegen mit. Voraussetzung ist, dass noch kein Vorsorgefall (Pensionierung infolge Alter, Invalidität) eingetroffen ist.

Todesfall

«Was passiert mit meiner Altersrente, wenn ich sterbe? Bekommt mein Ehepartner eine Witwenrente?»

Wenn die Bedingungen für eine Ehegattenrente erfüllt sind, so beträgt diese 2/3 der Altersrente.

«Gehört das Todesfallkapital zur Erbmasse einer verstorbenen Person?»

Nein. Das Altersguthaben ist nicht Teil der Erbmasse. Auch wenn die begünstigten Personen die Erbschaft ausschlagen, haben Sie Anspruch auf das Todesfallkapital.

«Ich möchte meinen Lebenspartner absichern. Wie muss ich vorgehen?»

Dazu ist zwingend notwendig, dass Sie den Unterstützungsvertrag auf unserer Homepage ausfüllen und einreichen.

«Ich bin ledig und möchte an Stelle meiner Eltern meinen Bruder begünstigen. Wie kann ich das machen?»

Wenn Ihre Eltern noch leben, erhalten zuerst die Eltern das Todesfallkapital ausbezahlt und erst wenn Ihre Eltern nicht mehr leben, erhalten Geschwister das Todesfallkapital.

«Ich bin geschieden und habe erwachsene Kinder. Was bekommen diese, wenn ich vor oder nach der Pensionierung sterbe?»

Wenn Sie als aktiv versicherte Person oder als Invalidenrentenbeziehende sterben, erhalten Ihre erwachsenen Kinder das Todesfallkapital. Wenn Sie nach der Pensionierung sterben, also als Altersrentenbeziehende, besteht kein Anspruch mehr auf Todesfallkapital. Nur im Falle, dass Kinder noch in der Ausbildung sind und unter 25-jähring alt sind, würde ein Anspruch auf Alterskinderrente entstehen.

Umwandlungssatz

«Welchen Umwandlungssatz haben Sie für Frauen?»

Die Umwandlungssätze gelten sowohl für Frauen wie für Männer. Im Jahre 2016 beträgt der Umwandlungssatz für eine 65-jährige versicherte Person 6.2%. Der Umwandlungssatz wird aber in den Jahren 2017 - 2018 angepasst.

Jahr     Umwandlungssatz im Alter 65
2017    6.0%
2018    5.8%

Unbezahlter Urlaub | Unterbruch der Versicherung

«Ab wann kann die versicherte Person wählen, ob sie nur Risiko- oder die gesamten Beiträge weiterzahlen will?»

Bei Unterbruch bis zu zwei Monaten ist die Weiterführung des Versicherungsschutzes nur möglich, wenn die gesamten Beiträge weiter bezahlt werden;

Dauert der unbezahlte Urlaub länger als 2 Monate, kann wahlweise der ganze Versicherungsschutz oder nur das Risiko Tod und Invalidität beibehalten werden. Wird gar keine Versicherung gewünscht, erfolgt der Austritt.

Versicherte Personen

«Ab wann melde ich eine versicherte Person, die das 17. Altersjahr vollendet hat?»

Auf den 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres.

«Ich arbeite beim Anschluss xy, welcher bei der Comunitas versichert ist, trotzdem wurde ich nicht als versicherte Person aufgenommen. Gibt es denn Ausnahmen?»

Ja, und zwar

  • Arbeitnehmende, die im Sinne der IV zu mindestens 70% invalid sind;
  • Arbeitnehmende, die nur einen befristeten Arbeitsvertrag von höchstens 3 Monaten haben;
  • Arbeitnehmende, die bereits anderweitig für eine hauptberufliche Tätigkeit obligatorisch versichert sind oder im Hauptberuf eine selbständige Tätigkeit ausüben;
  • Arbeitnehmende, die nicht oder voraussichtlich nicht dauernd in der Schweiz tätig sind und im Ausland genügend versichert sind, sofern sie die Befreiung von der Aufnahme in die Comunitas beantragen, dürfen nicht versichert werden.

Verwaltungskosten

«Wie viele Verwaltungskosten werden mir als versicherte Person weiterverrechnet?»

Die Verwaltungskosten gehen zu Lasten der Comunitas. Es wird Ihnen also nichts weiterverrechnet.

Vorsorgeausweis

«Muss ich den Vorsorgeausweis anfangs Jahr immer verlangen?»

Anfangs Jahr, nach Verarbeitung der neuen Löhne, erhalten alle Versicherten einen neuen gültigen Vorsorgeausweis. Dieser wird Ihnen automatisch ca. Januar | Februar zugestellt.

«Nach Erhalt des neuen Vorsorgeausweises stelle ich fest, dass die Projektion der Rente kleiner ist als im Vorjahr. Wieso ist das so?»

Die Berechnung der projizierten Rentenleistungen erfolgt einerseits mit dem BVG-Mindestzins von 1.25% (ab 2016) und anderseits mit dem technischen Zins von 3%. Da die effektive Verzinsung nicht immer dem Projektionszins entspricht und der Lohn eventuell nicht gestiegen ist, sind die voraussichtlichen Leistungen gesunken.

WEF

«WEF-Vorbezug: Wie lange dauert es, bis Comunitas den Betrag auszahlen kann?»

Sobald alle von uns benötigten Unterlagen vorhanden sind, wird der Betrag innerhalb eines Monats ausbezahlt.

«Reicht ein Vorvertrag aus, damit ich einen WEF-Bezug machen kann?»

Nein. Damit ein Vorbezug ausbezahlt werden kann, muss eine Kopie des Kaufvertrages vorliegen.

Zins

«Verzinsung: BVG-Teil und überobligatorischer Teil | umhüllende Kasse?»

Das BVG - damit ist der obligatorische Teil gemeint - schreibt einen BVG-Zinssatz vor. Alle Pensionskassen müssen somit den obligatorischen Teil mit diesem %-Satz verzinsen (Schattenrechnung).

Beim Altersguthaben aus dem Überobligatorium ist die Pensionskasse frei, d.h. hier erfolgt eine individuelle Festlegung der Verzinsung.

Bei einer umhüllenden Pensionskasse - wie die Comunitas - wird das gesamte Guthaben gleich verzinst (Entscheid des Stiftungsrates). Mit dem Führen der Schattenrechnung wird aber sichergestellt, dass der obligatorische Teil mit dem vom Bundesrat festgelegten Zins verzinst wird.