Umsetzung Anlagestrategie

Bei der Umsetzung der Anlagestrategie folgt der Stiftungsrat dem Core-Satellite-Prinzip. Die Kerninvestitionen (Core) sollen mit ausreichender Sicherheit eine solide Grundrendite erwirtschaften. Ergänzend sollen mit sogenannten Satelliten Mehrerträge erzielt werden.

Mit Ausnahme der Liquidität und der Immobilien ist Comunitas indirekt investiert. Das bedeutet, dass die Anlagestrategie mittels Investitionen in kostenoptimierte Fondsanteile und nicht in Einzeltitel umgesetzt wird. Die Umsetzung der Anlagestrategie erfolgt zudem zum grösseren Teil passiv. Das bedeutet, dass Anteile von Fonds gekauft werden, die möglichst genau einen Index abbilden (Bsp. SPI). Bei einzelnen Anlagen sind passive Umsetzungen kaum möglich. Mit einer aktiven Umsetzung (Investments in Teilmärkte), werden hier Fondsanbieter ausgesucht und beauftragt, ausserhalb eines vorgegebenen Index mit ihrem Know-how eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Der Investmentstil zielt darauf ab, den Vergleichsindex (Benchmark) zu übertreffen. Die Delegation Anlagen hat beschlossen, bewusst auf eine Über- und Untergewichtung (Tactical Asset Allocation) einzelner Märkte zu verzichten. Der Stiftungsrat ist der Meinung, dass 80% des Erfolges aus dem korrekten Umsetzen der Strategie erzielt wird und dass mit Tactical Asset Allocation nach Kosten und Risiken kein Mehrwert erreicht werden kann.

Aufgaben und Zuständigkeiten (Organisation)

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat als oberstes Organ legt die langfristige Anlagestrategie mit den zulässigen Bandbreiten fest. Er bestimmt auch die Anlageorganisation (direkte versus indirekte Anlagen; aktive versus passive Umsetzung) und wählt den externen Anlageexperten. Er trägt die Hauptverantwortung für die Bewirtschaftung des Vermögens. Der Stiftungsrat behält mittels quartalsweiser Reportings des Global Custodians und des externen Anlageexperten die Entwicklung der Vermögensanlagen im Auge.

Delegation Anlagen

Die Delegation Anlagen ist für die Umsetzung der Anlagestrategie verantwortlich. Sie entscheidet über die Wahl und Entlassung der externen Vermögensverwalter (Fondsanbieter) und sie bestimmt den Global Custodian. Die Delegation überwacht die Tätigkeit der externen Vermögensverwalter und der Geschäftsführung für die Immobilien Schweiz sowie die Liquiditätsplanung.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung steuert die Liquiditätsbewirtschaftung, prüft monatlich die Einhaltung der Bandbreiten und ist verantwortlich für die Zuteilung der verfügbaren Mittel. Im Rahmen der operativen Umsetzung der Anlagestrategie gewährleistet die Geschäftsführung dem regelmässigen Kontakt zu den Vermögensverwaltern. Sie ist zudem für die Bewirtschaftung des Anlagesegments «Immobilien Schweiz» zuständig.

Externer Anlageexperte

Der externe Anlageexperte unterstützt den Stiftungsrat bei der Festlegung und Überprüfung der Anlagestrategie. Weiter berät er die Delegation Anlagen in allen Fragen der Umsetzung und Kontrolle (Auswahl, Einsatz und Überwachung der externen Vermögensverwalter). Weiter aktualisiert er jährlich die Höhe der Wertschwankungsreseve (basierend auf der Anlagestrategie).

Externe Vermögensverwalter

Die externen Vermögensverwalter werden zur Bewirtschaftung einzelner Vermögensteile eingesetzt. Sie bewirtschaften das ihnen übertragene Teilvermögen gemäss dem massgebenden Vermögensverwaltungsvertrag, in Kenntnis des langfristigen Anlagehorizonts. Sie sind zur Einhaltung aller gesetzlichen und Comunitas-internen Richtlinien verpflichtet.

Global Custodian

Der Global Custodian (zentrale Depotstelle) ist für die Verwahrung und Abwicklung der Wertschriften zuständig. Er erstellt für die Geschäftsführung, die Delegation Anlagen und den Stiftungsrat, stufengerechte Reportings. Zudem führt er die Wertschriftenbuchhaltung.